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  • AutorenbildRichard Zottl

Job-Hopping: Trend oder Drama?

Was ist Jobhopping?

Jobhopping bezeichnet das häufige Wechseln von Arbeitgebern in sehr kurzen Abständen.  Was als kurzer Zeitraum betrachtet wird, ist individuell unterschiedlich, doch üblicherweise spricht man von maximal 1-2 Jahren. Die Wahrnehmung dieses häufigen Stellenwechsels ist subjektiv und kann sowohl positiv als auch negativ ausfallen. Fakt ist, dass dieses Phänomen in der modernen Arbeitswelt immer häufiger auftritt und – so wie alles im Leben – sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich bringt.


Vor- und Nachteile des Jobhoppings


Schnellere Karriereentwicklung und fehlende Loyalität

Vor allem jüngere Personen betrachten Jobhopping als eine Möglichkeit, ihre Karriere schnell voranzutreiben. Wenn im aktuellen Unternehmen innerhalb kurzer Zeit kein Karrieresprung gelingt, sondieren sie rasch neue Möglichkeiten bei anderen Arbeitgebern. Allerdings birgt häufiges Jobwechseln auch Risiken: Ab einem gewissen Punkt wird es für die Kandidaten schwieriger, eine neue Position zu finden, da potenzielle Arbeitgeber häufige Wechsel als Zeichen fehlender Loyalität werten. Arbeitgeber suchen nach langfristiger Stabilität.


Vielfältige Erfahrungen, eingeschränkte Entwicklungsmöglichkeiten und Umsetzungsschwierigkeiten

Durch das Arbeiten in verschiedenen Unternehmen sammeln Jobhopper eine breite Palette an Erfahrungen, erwerben neue Fähigkeiten und lernen unterschiedliche Unternehmensstrukturen und -kulturen kennen. Sie können sich in der Regel schnell an neue Umgebungen und Teams anpassen, was in der heutigen schnelllebigen Arbeitswelt von Vorteil ist. Allerdings vergehen meist 6-12 Monate, bis ein Mitarbeiter vollständig in ein Unternehmen und seine Rolle eingetaucht ist. Verlässt der Mitarbeiter das Unternehmen nach einem weiteren Jahr, bleibt nur ein kurzer Zeitraum, in dem er sich gewinnbringend einbringen kann. Tiefgehende Fachkenntnisse in einem bestimmten Bereich zu entwickeln, gestaltet sich schwierig und die langfristigen Auswirkungen der gesetzten Handlungen, erlebt der Mitarbeiter oft nicht mehr, da er bereits den nächsten Job angetreten hat.


Höheres Einkommen und Investition

Ein Jobwechsel kann zu einem höheren Gehalt führen, da neue Arbeitgeber oft bereit sind, mehr zu zahlen, um talentierte Mitarbeiter zu gewinnen. Unternehmen investieren zudem erheblich in die Einarbeitung und Weiterbildung neuer Mitarbeiter. Wenn diese das Unternehmen nach kurzer Zeit verlassen, gehen diese Investitionen verloren. Dies kann Unternehmen zurückhaltend machen, Jobhopper einzustellen.


Fazit: Jobhopping ist ein zweischneidiges Schwert. Es bietet Chancen für eine rasche Karriereentwicklung und eine schnelle Einkommenssteigerung, birgt jedoch auch Risiken in Bezug auf Stabilität und langfristige Entwicklung. Entscheidend beim Jobwechsel ist, stets strategisch vorzugehen und sicherzustellen, dass jeder Jobwechsel gut überlegt und auf die persönlichen langfristigen (Karriere)-ziele abgestimmt ist.



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