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  • AutorenbildJulian Maly

The Power of Cooperation

... warum mich der Jahreswechsel heuer besonders optimistisch stimmt!

 

Vielleicht sind es die vielen weichgespülten LinkedIn-Posts oder die netten Team- und Familienfotos, die zwischen den Feiertagen über meine Timeline flimmern. Bestimmt trägt die Häufung an positivem Content – in Kontrast zu dem doch größtenteils harten Nachrichtensetting in 2023 – zumindest zu einer versöhnlichen Stimmung zum Jahreswechsel bei. Vielleicht sind es auch die wie apokalyptische Reiter anmutenden äußeren Umstände, die bei allem business-immanenten Wettbewerb, der notwendig ist und uns in seiner guten Ausprägung alle ein Stückchen mehr „competitive“ macht, die Macht von „Win-Win“-Beziehungen stärker in den Fokus rücken lässt.


Jedenfalls durfte ich gerade heuer viele berufliche Situationen erleben, die mich besonders zuversichtlich stimmen, dass zum Jahreswechsel The Power of Cooperation wieder stärker zum Common Sense in der Businesswelt zählt. Letztlich ist es nichts Neues und keine Erfindung unserer Zeit, dass Zusammenarbeit, Kooperation, sich auf Augenhöhe zu begegnen und „mit offenen Karten zu spielen“ auch beruflich die Basis für beständige Beziehungen legt.

 

Welche Entwicklungen habe ich beobachtet?


Die einsetzende Normalisierung des Employer-Candidate-Verhältnisses

Wie wir alle wissen, hat der Arbeitsmarkt seit einiger Zeit eine Schlagseite. Und trotz der Pensionswellen, New-Work-Diskussionen und vielen unverhältnismäßigen Forderungen, habe ich seit einigen Monaten das Gefühl, dass eine gewisse Balance bzw. Normalität bei der Bewertung von Jobangeboten Einzug hält. Vielleicht ist es auch einfach das Pendel, das langsam wieder in die Gegenrichtung schlägt, aber auch wenn die nackten Zahlen nach wie vor eine Zunahme des Arbeitskräftemangels bescheinigen, sind es die Nuancen zwischen den Zeilen, die auf eine Normalisierung im Verhältnis zwischen Kandidaten und potentiellen Arbeitgebern hindeuten. Zumindest ich empfinde es so.


Ein „superduper“ Businesspartner

Mit Richard Zottl konnte ich nicht nur einen Menschen mit vielen Talenten, sondern vor allem jemanden an Bord holen, der es gewohnt ist, harte Arbeit zu investieren und langfristig in Win-Win-Konstellationen zu denken. Sehr selten, aber ich denke, wir beide zeigen täglich, was mit Kooperation möglich ist.


Die Wiederentdeckung eingerosteter Beziehungen

Im Jahr 2023 habe ich viele „ehemalige“ Kunden, Bekannte, Freunde wiedergetroffen. Zufall? Vielleicht. Ein bisschen Offenheit und die Bereitschaft, eingerostete Beziehungen wiederzubeleben und in sie zu investieren (vor allem Zeit) gehört aber auch dazu. Der Lohn sind viele gemeinsame Erlebnisse, die man Revue passieren lassen kann und in die Zukunft fortschreibt.


Augenhöhe zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer

Auch wenn es noch nicht überall angekommen ist, aber die meisten unserer Auftraggeber leben mittlerweile Business-Partnerschaften auf Augenhöhe. Und siehe da – die Ergebnisse sind um so viel besser.


Uneigennützige Empfehlungen

Ich habe in diesem Jahr mehr Empfehlungen über „Mund-zu-Mund“-Propaganda erhalten, als jemals zuvor. Das macht mich einerseits stolz und zeigt, dass sich gute Arbeit lohnt. Andererseits waren auch viele Kontakte dabei, die absolut uneigennützig weitergegeben wurden. Das bewundere ich umso mehr.


Letztlich obsiegt das Bündnis

Und zwar gegen jede Skepsis. Wir konnten heuer zum ersten Mal ein Projekt in Partnerschaft mit einer eigentlich „konkurrenzierenden“ Personalberatung gemeinsam abwickeln. Beide alleine hätten es Ressourcenmäßig nicht geschafft. Aber gemeinsam und unter fairer Aufteilung der Rollen war es nicht nur ein wirtschaftlich für beide Seiten erfolgreiches Projekt sondern vor allem auch ein enormer Wissenstransfer. Dass dies zufällig zustande gekommen ist zeigt, welch weiten Weg die Branche hier noch vor sich hat.

 

Ich nehme aus den vorangegangenen Punkten drei persönliche Neujahrsvorsätze mit:

  • Ich möchte noch offener, transparenter und persönlicher kommunizieren.

  • Wo es möglich und nötig ist, möchte ich mein Kontaktnetzwerk unabhängig von einem konkreten Gegennutzen zur Verfügung stellen.

  • Ich muss die Konsequenz weiter steigern, mit der ich Personen aus meinem Inner Circle entferne, die die obige Punkte missachten oder vor sich hertragen aber bewusst nicht praktizieren.

 

In diesem Sinne: Happy New Year 2024!


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